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geschrieben am: 06.02.2021

Gedanken zum 5. Sonntag B



Sonntagsblatt 5. Sonntag im Jahreskreis B

Was ist das Besondere an Jesus? Was fasziniert uns Menschen an ihm? Markus lädt uns ein, Jesus und seine Freunde 2 Tage und eine Nacht zu begleiten, einfach mitzugehen und zu erleben, was in diesen Stunden geschieht. Wir erleben ihn als Jemanden, der Menschen berührt und heilt, der betet und das Wort Gottes verkündet.

Herr Jesus Christus, du bist der Grund unseres Glaubens und unserer Lebensfreude.

Du hast unser Leben geteilt mit seinen Höhen und Tiefen. Du zeigst uns den Weg zum wahren Leben.

Du richtest uns auf, wenn wir darniederliegen. Du befreist uns zu einem Leben der Liebe und Fürsorge.

Dreifaltig liebender Gott, deine beständige Treue trägt und geleitet uns durch unser Leben. Lass uns auf Jesus Christus schauen und von ihm lernen, wie wir dir vertrauen können. Gewähre uns täglich deinen Schutz, damit deine Liebe immer mehr unser Leben durchformt und prägt. So beten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und wirkt, heute und in Ewigkeit. Amen.

Evangelium Markus 1, 29–39

In jener Zeit ging Jesus zusammen mit Jakobus und Johannes in das Haus des Simon und Andreas. Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett. Sie sprachen sogleich mit Jesus über sie
und er ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf.
Da wich das Fieber von ihr und sie diente ihnen.
Am Abend, als die Sonne untergegangen war,
brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus.
Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt
und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten,
und trieb viele Dämonen aus.
Und er verbot den Dämonen zu sagen,
dass sie wussten, wer er war. In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten.
Simon und seine Begleiter eilten ihm nach, und als sie ihn fanden,
sagten sie zu ihm: Alle suchen dich. Er antwortete: Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort verkünde;
denn dazu bin ich gekommen. Und er zog durch ganz Galiläa,
verkündete in ihren Synagogen und trieb die Dämonen aus.

 

Hier handelt es sich wohl um die kürzeste Wundererzählung der ganzen Bibel. Jesus unterbricht seinen geplanten Aufenthalt. Er lässt die Gastgeber warten. Die kranke Frau hat Vorrang: „Und er ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf.“ (MK 1,31)

Das Heilsame ist die Berührung von Mensch zu Mensch. Die richtet auf und macht gesund, stark und handlungsfähig. Wir erleben das immer wieder in den Begegnungen. Wo Menschen Jesus an sich heranlassen, ihm vertrauen und sich von ihm berühren lassen, werden sie ganz und heil.

Im weiteren Verlauf des Evangeliums erfahren wir, woher Jesus seine heilende Kraft nimmt. Im Gebet findet er die Gemeinschaft mit Gott, seinem Vater, und schöpft neue Kraft. Von daher geht er auf die Menschen zu, so dass sie sich zutiefst bejaht erleben und befreit aufatmen können.

‚Heil – Praktisch‘ sind auch wir unterwegs, in dem wir Verbundenheit und Liebe leben, so gut wir können. Zur Zeit geht es nicht so direkt wie im heutigen Evangelium mit Berührung und Umarmung. Trotzdem können wir Verbundenheit leben im Gebet und in anderen Formen von Kontakt, die Mut machen, Freude schenken und vielleicht auch praktische Hilfe leisten. So habe ich es vor einigen Wochen erlebt. Jemand schickt mir einen Blumengruß (Topfblume) nach Hause als kleines Zeichen der Verbundenheit, an dem ich mich immer mal wieder erfreuen kann. Danke dafür!

Fürbitten

Jesus Christus, Heiland und Retter für alle, die bei Gott Hilfe suchen:

Um Frieden in unseren Häusern und Familien.

Für die Menschen, mit denen wir zusammenleben und -arbeiten: Um gegenseitiges Wohlwollen, um die Kraft jener Zuwendung, die aufbaut und aufrichtet.

Um Heilung und Heil für unsere Kranken. Um Kraft und Unterstützung für alle Menschen, die sich ihrer in dienender Sorge annehmen.

Für alle, deren Arbeitsplatz oder Geschäft gefährdet ist, die nicht wissen, wie es weitergehen soll.

Vater unser

Segen: Der dreifaltige Gott segne euch. Er bewahre auch vor Unheil und Schaden. Er lasse euch erkennen, was zum Heil dient und führe eure Schritte auf seine Wege des Lichtes und des Friedens.

Einen schönen Sonntag wünscht Pastor Alfons Lingemann.