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Geschichte

Der Ortsteil Rahm / Jungferntal erlebte in den fünfziger und sechziger Jahren eine stete Bebauung und Bevölkerungsansiedlung. Es zogen viele Bürger katholischen Glaubens hierher. Die Betreuung dieser Katholiken erfolgte von Kirchlinde.
Alsbald wurde bekannt, dass durch den Bau einer Autobahn eine markante Trennung zur Kirchlinder Muttergemeinde entstehen würde.   

Die Idee, im Jungferntal ein eigenes Kirchenzentrum zu errichten, stand jetzt im Vordergrund. (Vikarie und Kindergarten existierten bereits). Vom 1. Advent 1968 bis zum 4. Advent 1972 konnten die hl. Messen in der Schulaula der Jungferntalschule und in der benachbarten evangelischen Kirche gefeiert werden.
Nach vielen Vorbereitungsarbeiten erfolgte im Juni 1971 der 1. Spatenstich zu einem integriertem Gemeindezentrum an der Jungferntalstr.

Der Volksmund sprach schnell von der ?Rahmer Schnecke?.

Viele freiwillige Gemeindemitglieder haben beim Aufbau, entspr. ihren Möglichkeiten, mitgeholfen. Ein Mittelpunkt, ja ein Treffpunkt war geboren.
Die erste hl. Messe wurde am Heiligabend 1972 in einer völlig überfüllten Kirche mit sehr viel Begeisterung gefeiert. Die Kirche und die angegliederten Räumlichkeiten wurden in den Folgejahren ausgeschmückt.

Ein Großteil der benötigten Gelder kamen durch Spenden, Gemeindefesterlöse, Kirchenbauvereinsbeiträge, Basare usw. zusammen. Am 18. Jan. 1975 erfolgte durch unseren Erzbischof  Dr. Joh. Joachim Degenhardt die feierliche Einweihung.
Der Name ?HEILIG KREUZ? hatte sich bei Gesprächen herauskristallisiert. Es wurde ein reges Gemeindeleben sichtbar. Die kirchliche Betreuung ( Taufe, Erstkommunion, Firmung, Trauung, Beerdigung usw. ) erfolgten für den Ortsteil nun von dieser Stelle.

Lose Gruppierungen entstanden (wurden später feste Bestandteile der Gemeinde). Veranstaltungen, Ferienlager, Gemeindefeiern, Ausflüge, Aktionen uvm. erfrischten das Gemeindeleben.

Von Aug.1968 bis Aug. 1975 betreute Herr Vikar G. Störmann unsere Gemeinde. Am 1. Advent 1975 wurde Herrn Pastor E. Bittner die Gemeinde anvertraut.
Kontakte zur evgl. Nachbargemeinde und zu unserer polnischen Partnergemeinde St. Anna Wroclaw - Operow haben einen hohen Stellenwert.
Am 29. Nov. 1987 wird Herr Pastor Erich Bittner zum Pfarrer der neuerrichteten Gemeinde ?HEILIG KREUZ? eingeführt. Anfang 1988 erfolgen die Kirchenvorstandswahlen und die Wahlen zum Pfarrgemeinderat. Der bis zu dieser Zeit arbeitende Gemeinderat wurde aufgelöst. Der allseits gute Kontakt zu unserer ehemaligen Muttergemeinde ?St. Josef Kirchlinde? sollte nicht darunter leiden.

Gemeinsame Fronleichnamsprozessionen, zwar mit zeitweiligen Unterbrechungen, gegenseitige Unterstützung bei Gemeindefesten, Austausch / Hilfe / Miteinander standen immer an vorderster Stelle.

Alsbald verdichtete sich der Wunsch zu einem Kirchenneubau. Nach mehrjährigen Planungen begannen im Aug 1996 die Abbruch / Umbauarbeiten. Wie bereits beim ersten Bauprojekt war der Einsatz von freiwillig helfenden Gemeindemitgliedern nicht zu verkennen.
Am 2. Adventssonntag 1998 fand die feierliche Kirchenneubaueinweihung durch den Paderborner Weihbischof Heinz Josef Algermissen statt. Die Gemeinde freute sich über die gelungene Struktur; Nutzung der bisherigen Räumlichkeiten und den bequemen Zugang zur neuen Kirche.
Aufgrund der Errichtung von Pastoralverbünden in unserer Diözese sind wir seit dem 1. Sept. 2002 (gemeinsame Feier war am 1. Advent 2002) wieder näher mit unserer ehemaligen Muttergemeinde St. Josef Kirchlinde verbunden. Zur der Zeit zählte die Gemeinde ca. 2000 Mitglieder, mit abnehmender Tendenz.

 

Zum 1.April 2010 wurde die Pfarrei Heilig Kreuz Rahm-Jungferntal aufgehoben und deren Pfarrgebiet der Pfarrei St. Josef Kirchlinde zugewiesen. Damit erlosch zugleich der Pastoralverbund Kirchlinde-Rahm. Die bisherige Pfarrkirche Heilig Kreuz wurde unter Beibehaltung ihres Kirchentitels Filialkirche der Pfarrei St. Josef.

Grundriss 1996